Barista-Kunstwerke: So schmeckt der Kaffee noch besser

In Südkorea wird ein ganz besonderer Kaffee serviert.

Wenn Lee Kang-Bin in seinem Café in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul an die Kaffee-Maschine geht, hoffen seine Gäste nicht nur auf ein leckeres Heißgetränk. Sondern auf ein echtes Kunstwerk.Denn der 26-jährige ist so etwas wie ein Kaffeekünstler. Und dabei sind Blümchen, Gesichter und Schriftzeichen noch seine leichteste Übung.

Mit Lebensmittelfarben und feinen Pinseln zaubert der Barista wahre Kunstwerke in die Tasse. Vorbild für ihn sind dabei klassische Werke. Wie „Der Schrei“ des norwegischen Künstlers Edvard Munch. Die besonderen Fähigkeiten des jungen Mannes haben sich schnell herumgesprochen. Auch Dank der sozialen Medien.

„Normalerweise wollen die Kunden, dass ich ihr Lieblingskunstwerk male. Einmal habe ich das Bild Sternennacht von Vincent van Gogh gemalt. Das hat einfach außergewöhnlich ausgesehen. Das hat sich rumgesprochen. Und ganz viele Leute haben dann genau diesen Kaffee bestellt.“

Ein Kunst-Getränk kostet umgerechnet knapp neun Euro und ist damit teurer als die stinknormalen Kaffees, die sonst so in Seoul verkauft werden. Das stört die Kunden allerdings wenig. Es ist einfach cool, zu Lee Kang-Bin zu gehen.

„Ich habe diesen Kaffee im Fernsehen gesehen. Und ich habe gehört, dass dieser Barista diese berühmten Gemälde malt. Das macht er sehr gut. Er hat sehr talentierte Hände.“

Einen entscheidenden Nachteil hat das hippe Koffeingetränk allerdings. Es dauert seine Zeit, bis das Kunstwerk fertig ist. Und zwar so lange, dass der Künstler schon kalten Kaffee nimmt, bevor er überhaupt mit der Arbeit anfängt.