Asylverfahren: Neue Abläufe am Berliner LaGeSo

Durch eine neue Registrierungsprozedur will Sozialsenator Mario Czaja die Asylverfahren beschleunigen.

Nicht erträglich für Geflüchtete und für die Mitarbeiter – So beschrieb der Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja vor kurzem die Zustände am Berliner LaGeSo. Doch jetzt soll alles besser werden. Dank neuer Abläufe und mehr Kapazitäten sollen die Flüchtlinge zukünftig schneller registriert werden, sagte Czaja am Freitag in Berlin.

MARIO CZAJA: „Wenn an einem Tag 700 Flüchtlinge kommen, dann können wir sie an einem Tag registrieren. Das war ja in der Vergangenheit leider nicht der Fall.“

Neben der Datenerfassung durch Sprachmittler werden von den Geflüchteten Fotos gemacht und Fingerabdrücke genommen. So soll verhindert werden, dass die Flüchtlinge unter verschiedenen Namen mehrere Anträge stellen. Die Mitarbeiter führen außerdem für alle Flüchtlinge Sicherheitsprüfungen durch.

MARIO CZAJA: „Hier haben wir einen unmittelbaren Abgleich mit beiden, bundespolizeilichen und Bundesdatenbanken, vom Ausländerzentralregister und anderen ausländischen Registern, die notwendig sind, um zu sehen, ist dieser Flüchtling schon einmal in Europa als Asylbewerber eingereist, hat er in Deutschland schon einmal einen Antrag gestellt oder gibt es einen anderen Grund, weshalb er möglicherweise schon einmal hier war.“

Dann erhalten die Asylsuchenden einen sogenannten Ankunftsnachweis. Mit diesem Dokument können dem Senator zufolge viele Asylverfahren in sechs bis acht Wochen abgearbeitet werden. In eindeutigen Fällen seien auch Entscheidungen am gleichen Tag möglich. Nur kompliziertere Fälle, bei denen zum Beispiel das Herkunftsland nicht eindeutig zu bestimmen sei, dauerten länger.

Video-Source: Reuters
Fotos: Reuters