Assange zeigt sich unversöhnlich: „Ich vergebe nicht.“

„Sieben Jahre lang ohne Anklage festgehalten, während meine Kinder groß geworden sind und mein Name verleumdet wurde. Ich vergebe und vergesse nicht“, schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Erleichterung bei Julian Assange. Die schwedische Staatsanwaltschaft hatte am Freitag angekündigt, die jahrelangen Ermittlungen gegen den WikiLeaks-Gründer einzustellen.

„Heute ist ein wichtiger Sieg für mich und für das UN-Menschenrechtssystem. Aber es macht keineswegs sieben Jahre Haft ohne Anklage, Hausarrest und fast fünf Jahre in dieser Botschaft ohne Sonnenlicht wett. Sieben Jahre ohne Anklage während meiner Kinder ohne mich auf aufwuchsen. Das kann ich nicht verzeihen, das kann ich nicht vergessen.“

Zwei Schwedinnen werfen Assange sexuellen Missbrauch vor, was der inzwischen 45-Jährige stets bestritt. 2012 suchte er in der Botschaft Ecuadors in London Schutz, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Nach Hause kann der Gründer der Enthüllungsplattform wohl aber dennoch nicht. Die britische Polizei erklärte, Assange umgehend zu verhaften, falls er das Gelände verlassen sollte.