Arbeitslosenzahlen steigen saisonbedingt – BA-Chef trotzdem zufrieden

Die Zahl der Arbeitslosen ist mit Beginn der Sommerferien wie üblich gestiegen. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Juli rund 2,5 Millionen Menschen registriert. So wenige Menschen waren wie noch nie einem Juli seit der Wiedervereinigung arbeitslos.

Verglichen mit dem Vormonat stieg die Zahl aber um rund 45.000 an, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag bekanntgab. Die Quote kletterte von 5,5 auf 5,6 Prozent.

Gleichzeitig sank die Zahl der Langzeitarbeitslosen erstmals seit mindestens 1998 unter die Marke von 900.000.

BA-Chef Detlef Scheele zog eine positive Bilanz und sieht noch Luft nach oben:

„Also man kann sagen, gesucht wird von den Unternehmen querbeet alles. Wir haben nur zwei Bereiche, wo ein Rückgang der sozialversichungspflichtigen Beschäftigung da ist. Das ist im Banken- und Versicherungswesen. Da wird eher abgebaut. Ansonsten im Bereich Verkehr, Lager, Logistik, Verkaufsberufe, produzierendes Gewerbe auf der einen Seite, auf der anderen Seite Pflegefachkräfte, alles das wird gesucht. Also wie gesagt, gute Aufwärtsentwicklung.“

Auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles begrüßte die Lage am Arbeitsmarkt. Um die Erwerbslosigkeit weiter zu drücken, sei Qualifizierung notwendig. Dazu könne eine flächendeckende Weiterbildungsberatung durch die BA helfen.