Arbeitslosenzahl erstmals seit 1991 unter 2,5 Millionen

Erstmals seit 26 Jahren sind in Deutschland weniger als 2,5 Millionen Arbeitslose registriert.

Die Schlangen derjenigen, die sich bei der Agentur für Arbeit anstellen, weil sie einen Job suchen, werden kürzer. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg legte am Mittwoch, die Arbeitslosenzahlen für Mai vor. Erstmals seit 26 Jahren sind weniger als 2,5 Millionen Arbeitslose registriert. Noch weniger Menschen waren zuletzt im Juni 1991 ohne Arbeitsplatz. „Bei guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelt sich auch der Arbeitsmarkt weiter günstig“, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit Detlef Scheele:

„Erfreulich ist auch der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit. Der hat nämlich zum großem Teil zu dieser erfreulichen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt beigetragen. Im Mai 2017 waren 97.000 Langzeitarbeitslose weniger gemeldet als ein Jahr zuvor. Aktuell sind es 910.000. Wir finden diese Entwicklung ist, ich würde mal sagen, befriedigend, weil sie stetig gewesen ist die letzten Monate. Es sind immer noch zu viele. Wir haben einen stetigen Abwärtstrend, über den wir uns freuen zurzeit.“

Die Unterbeschäftigung, die ein umfassenderes Bild als die Arbeitslosenzahl gibt, sank im Vorjahresvergleich laut BA dagegen nicht so stark wie die Arbeitslosigkeit. Das liege daran, dass deutlich mehr Flüchtlinge einen Platz in einer Fördermaßnahme erhalten hätten. Dennoch sei die Zahl der Unterbeschäftigten im Vorjahresvergleich insgesamt um rund 24.000 gesunken. Daran sehe man, dass der Arbeitsmarkt in einer robusten Verfassung sei, sagte Scheele.


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