Berlin: Anti-Trump-Demonstration vor Brandenburger Tor

Amerikaner und Deutsche demonstrierten gemeinsam gegen die rassistischen Ausschreitungen in Charlottesville.

Rund 250 Menschen haben am Mittwoch vor dem Brandenburger Tor gegen die rassistischen Ausschreitungen in Charlottesville protestiert. Dabei gedachten sie auch der bei der Demonstration getöteten Frau.

Viele der Demonstranten waren Amerikaner. Sie wollten ihre Empörung über die weißen Nationalisten und die Reaktion von US-Präsident Donald Trump zum Ausdruck bringen.

So auch diese Amerikanerin:

O-Ton: „Ich komme ursprünglich aus Virginia. Die ganze Situation ist also eine sehr persönliche. Ich lebe nun seit zwei Jahren in Berlin. Es ist einfach nur ekelhaft und schwer zu ertragen, in welche Richtung sich mein Land entwickelt, seit ich nicht mehr dort lebe. Aus diesem Grund ist es mir auch so wichtig, dass wir uns solidarisch dafür einsetzen und uns an die Seite der Menschen hier stellen.“

An der Demonstration beteiligten sich auch Deutsche, die ein Zeichen gegen Faschisten setzen wollten:

O-Ton: „Ich bin hier, weil ich solidarisch bin mit denen, die von Faschisten angegriffen wurden bei einer Demonstration, weil ich gegen Rassismus und Nationalismus auf die Strasse gehe und unsere Solidarität international ist, weil die Faschisten weltweit ein Problem sind.“

Auf einer Pressekonferenz am Dienstag hatte Trump die Krawalle in Charlottesville verharmlost und beiden Seiten die Schuld für die Eskalation gegeben.

Dies stoß auf viel Kritik: Zahlreiche Politiker zeigten sich entsetzt über die Äußerungen des Präsidenten – so auch etliche Republikaner.