Amoklauf: Jahrestag in München

Angehörige, Politiker und Betroffene gedenken der Opfer des Amoklaufs vor einem Jahr.

_Amoklauf von München jährt sich das erste mal

_Neun Personen starben durch den Täter, der sich anschließend selbst tötete

_Arbnor Segashi, Bruder eines Opfers:

„Ich habe meine Schwester Armela vor einem Jahr verloren. Einen wundervollen Menschen, der leider nicht mehr unter uns ist. Seit diesem Tag ist für uns nichts mehr so, wie es mal war. Es vergeht kein Tag an dem wir sie nicht vermissen, an dem wir uns nicht fragen wie es diesen Menschen geht, ob sie uns vielleicht sehen oder hören können – Fragen, auf die wir leider nie eine Antwort bekommen werden.“

_Mutter des getöteten Can Leyla:

„Lieber Can, es tut mir so leid, dass ich Dich an diesem Tag nicht beschützen konnte und dass ich dich nicht vor all dem Leid bewahren konnte. Was du erleben musstest. Ich empfinde einen unerträglichen Schmerz, wenn ich daran denke, wie alleine und hilflos Du an diesem Tag hier gewesen sein musst. An dem Tag als mir mein Sohn entrissen wurde, da bin ich zusammengebrochen und an dem Tag verlor ich gleichzeitig mein Leben und unser Leben.“

Horst Seehofer (CSU), bayerischer Ministerpräsident:

„Sie haben das Liebste im Leben verloren. Das eigene Kind, den Bruder oder die Schwester, die geliebte Mutter oder Ehefrau. So einen Verlust verkraftet man nicht in einem Jahr. Es braucht lange Zeit, bis der Schmerz ein wenig nachlässt, bis die quälende Frage nach dem „Warum?“ leiser wird.“