Amazon startet Lieferdienst für Lebensmittel

Mit dem neuen Dienst will Amazon den Supermarktketten Konkurrenz machen.

Der US-amerikanische Onlinehändler Amazon hat den Supermärkten in Deutschland den Kampf angesagt. Mit dem neuen Dienst Amazon Fresh liefert der US-Riese seit Donnerstag frische Lebensmittel. Über 85.000 Artikel stünden bereit, darunter Bio-Produkte und Artikel von mehr als 25 Berliner Feinkostgeschäften, teilte Amazon mit. Kunden, die ihre Waren zwischen Montag und Samstag bis 12 Uhr bestellen, sollen die Lieferung noch pünktlich zum Abendessen erhalten. Florian Baumgartner von Amazon Fresh.

FLORIAN BAUMGARTNER, AMAZON FRESH:

„Wir sind mit Amazon Fresh ja schon seit neun Jahren in den USA aktiv, wir sind letzte Jahr mit Amazon Fresh in England gestartet, wir sind in Japan gestartet. Mit Prime-Now bieten wir jetzt schon in Berlin die Zustellung von frischen und gekühlten Lebensmitteln an. Amazon Fresh ist damit der nächste Schritt und wir sind überzeugt, dass die Kunden das große Angebot, die flexiblen Lieferoptionen und die guten Preise schätzen werden.“

Traditionelle Lebensmittelhändler haben die Expansion des US-Riesen im umkämpften deutschen Lebensmittelmarkt im Blick. Einige haben sich bereits mit eigenen Lieferangeboten in Stellung gebracht. Rewe-Chef Alain Caparros sagte, sein Unternehmen läge vorne, was den Online-Handel mit frischen Lebensmitteln in Deutschland angeht.

Geliefert werden die Amazon-Lebensmittel von der Post-Tochter DHL. Der Service steht zunächst nur „Prime“-Kunden in Teilen von Berlin und Potsdam zur Verfügung, soll aber auf andere Gebiete ausgeweitet werden.

Der Online-Umsatz mit Lebensmitteln soll nach Prognosen des Marktforschers GfK von 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf jährlich mehr als sieben Milliarden Euro im Jahr 2025 wachsen.