20 Jahre Haft wegen Mordes an Putin-Kritiker Nemzow

Ein wegen Mordes an dem russischen Regierungskritiker Boris Nemzow Verurteilter muss für 20 Jahre ins Gefängnis.

Er muss für 20 Jahre ins Gefängnis. Wegen Mordes an dem russischen Regierungskritiker Boris Nemzow.

Der ehemalige Soldat, der auch in Tschetschenien gedient hat, soll Nemzow im Jahr 2015 auf offener Straße unweit des Kremls erschossen haben.

Gegen vier weitere Männer verhängte ein russisches Gericht am Donnerstag wegen Komplizenschaft zudem Haftstrafen von elf bis 19 Jahren. Die Angeklagten waren bereits Ende Juni schuldig gesprochen worden. Ihnen wird vorgeworfen, Nemzow für ein versprochenes Kopfgeld in Höhe von umgerechnet 222.000 Euro umgebracht zu haben.

Der Anwalt von Nemzows Tochter kritisierte das Urteil.

„Was wir über das Urteil sagen können ist, dass die diejenigen, die das Verbrechen angeordnet und organisiert haben nicht zur Rechenschaft gezogen worden sind. Wir werden darauf mit maximaler Kraft drängen. Und wir hoffen wirklich, dass die Hintermänner früher oder später verantwortlich gemacht werden und ihre Strafe erhalten.“

Nemzow war einer der prominentesten Oppositionellen und Gegner von Präsident Wladimir Putin. Putin hatte den Mord an ihm verurteilt. Nemzow hatte kurz vor seiner Ermordung an einem Bericht über die Rolle Russlands in der Ukraine gearbeitet.