Teotihuacan, Mexiko: Archäologen erforschen untergegangene Zivilisation

Die antike Stadt Teotihuacan im heutigen Mexiko. Sie entstand vor über 2000 Jahren und war mit mehr als 200.000 Einwohnern einst die größte Stadt auf dem ganzen amerikanischen Kontinent. Der Handel mit vulkanischem Gesteinsglas verhalf ihr vermutlich zu großem Wohlstand.

Oberirdisch sind in Teotihuacan heute vor allem die Pyramiden eine beliebtes Reiseziel für Touristen. Unterdessen versuchen Archäologen den Geheimnissen der Stadt unterirdisch auf die Schliche zu kommen. In Vertiefungen entlang des sogenannten „Platz des Mondes“ haben sie steinerne Stehlen entdeckt.

Archäologiedirektorin Veronica Ortega Cabrera: „Die grünlichen Steine werden mit Fruchtbarkeit und Überfluss assoziiert.“

„Der Platz des Mondes hatte wohl eine größere Bedeutung, als wir dachten. Wir wussten, dass sich die Rituale für die Gottheiten in den Tempeln oberhalb abspielten. Aber unterirdisch lagen die Kräfte, die diese Rituale stärkten.“

Im 7. Jahrhundert nach Christus wurde die Stadt von ihren Bewohnern aufgegeben und erst Jahrhunderte später von Azteken besiedelt. Die Gründe sind noch völlig unklar. Die Erforschung der Ruinenstadt ist sehr schwierig, weil die untergegangene Zivilisation keinerlei Schriftstücke hinterlassen hat.

VERONICA ORTEGA CABRERA: „Wir wissen jetzt ein Bisschen mehr – aber bei weitem nicht alles. Wir beginnen gerade erst an der Oberfläche von Teotihuacan zu kratzen.“

Auf Aztekisch bedeutet der Name „Wo Menschen Götter wurden“. Zu seinen Hochzeiten war Teotihuacan größer als das antike Rom.

Video-Source: Reuters
Fotos: Reuters