Wann kommst du endlich?

Natürlich kann man Sex nicht mit einem Wettlauf vergleichen, schließlich geht es ja nicht ums Gewinnen. Im Gegenteil: Im Idealfall möchte man gemeinsam über die Ziellinie laufen; der gleichzeitige Orgasmus gilt als Doppelsieg für die Liebe.

Dass das nicht immer hinhaut, weil der eine mal schneller ankommt als der andere, kann man sicherlich sportlich hinnehmen. Doch was, wenn man sich redlich müht, dem anderen nicht davonzurennen, der aber im Schneckentempo über die Laufbahn kriecht, sodass man sich in Zeitlupe bewegen müsste, um auf Augenhöhe zu bleiben. Und „Nun komm schon endlich!“-Rufe sind da sicherlich nicht hilfreich.

Ja, der Weg zum Höhepunkt ist für die einen eine Sprintstrecke für andere eben ein Marathon.

► Stoppuhrmethode: Zunächst einmal sollte einem klar sein, dass echte Zeit und gefühlte Zeit sehr unterschiedlich ausfallen können. Will sagen: Wenn es ihm so vorkommt, als brauche sie fünf Stunden, sind es vielleicht in Wahrheit nur fünf Minuten. Denn so lange dauert ein durchschnittlicher Akt, fand das Institut für Männergesundheit in Hamburg heraus. Werden Paare allerdings befragt, wie lange es bei ihnen dauert, werden die meisten eine höhere Zahl nennen – weil sie sich schlicht verschätzen. Also: Stoppuhr raus und nachmessen! Nur so werden Sie feststellen, ob der andere wirklich so ewig braucht oder ob es Ihnen nur so vorkommt.

► Ursachenforschung: Wenn es dann so verscheiden ist, muss man überlegen, woran es liegt: Wird ihre Klitoris nicht genügend stimuliert, hilft manchmal ein Stellungswechsel bei dem sie mehr Einfluss auf die Intensität der Berührungen hat (Reiterstellung). Ist er der Langsamere, kann ein bisschen mündliche Vorarbeit hilfreich sein. Manchmal sind es auch Missverständnisse, die einfach nur ausgeräumt werden müssen. Denn: Männern wird oft suggeriert, Frauen könnten gar nicht so schnell zum Höhepunkt kommen wie sie. Deshalb zögert er die Sache rücksichtsvoll heraus, ohne zu merken, dass sie ihn schon längst überholt hat und gähnend auf ihn wartet.

► Tempowechsel: Versuchen Sie es doch einfach mal mit verschiedenen Geschwindigkeiten und Stellungswechseln! Das verhindert, dass man nur noch lustlos vor sich hin trabt. Wenn der Partner trotzdem immer noch sehr lange braucht, dann seien Sie ab und zu einfach mal egoistisch und sprinten Sie voraus. Doch hin und wieder sollten Sie Geduld haben. Wählen sie einfach eine für Sie gemütliche Sexstellung, bei der Sie nicht die Kraft verlieren und so ganz genüsslich im Schritttempo der Zielgeraden entgegenschreiten können.



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