Sechs Verhütungsmythen, die völliger Unsinn sind

Auch im Jahr 2017 kursieren nach wie vor skurrile Verhütungsmythen. Wer aktuell keinen Nachwuchs plant, sollte sich folgende Fails zum Thema Verhütung mal ganz genau durchlesen …

► Die Badewanne als sicherer Ort:
Beim Sex in heißem Wasser kann Frau nicht schwanger werden? Wer das glaubt, der hat wohl wirklich zu heiß gebadet, denn auch wenn es stimmt, dass Spermien extrem temperaturempfindlich sind, können besonders vitale Exemplare der 400 Millionen Spermien pro Samenerguss den Weg ans Ziel finden. Ein heißes Bad ist also keinesfalls eine sichere Verhütungsmethode.

► Stillen statt Verhütung: Ein hartnäckiger Mythos besagt, dass stillende Frauen nicht schwanger werden können. Die Wahrheit: Was das Stillen betrifft, ist es so, dass manche stillende Frauen keinen Eisprung haben – was eine erneute Schwangerschaft ohnehin verhindert. Ca. 20 Prozent der Frauen haben aber innerhalb von drei Monaten wieder eine regelmäßige Menstruation und somit auch einen Eisprung, obwohl sie stillen.

► Schutz durch die Periode: Wer sich darauf verlässt, während der Periode nicht schwanger werden zu können, der irrt, denn Spermien haben eine Überlebensdauer von bis zu sieben Tagen in der Gebärmutter, also ist eine Befruchtung zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen. Findet der Sex gegen Ende der Periode statt, und setzt gleichzeitig der nächste Eisprung relativ früh ein, stehen die Chancen auf (ungeplanten) Nachwuchs gar nicht schlecht.

► Vorher abbbrechen: Coitus interruptus ist sicherlich keine Verhütungsmethode, denn das rechtzeitige Rausziehen des Penis kurz vor dem Samenerguss verhindert den möglichen Kindersegen keineswegs. Während des Aktes können einzelne Samenzellen (die sogenannten Lust-Tropfen) in die Scheide gelangen und sich einen Weg zur Eizelle bahnen.

► Einmal ist keinmal?
Ein einziges Mal die Pille zu vergessen, kann doch nicht groß was ausmachen … Von wegen! Die Pille schützt bei einer korrekten Einnahme zu 99,9 Prozent vor einer ungewollten Schwangerschaft. Wer damit aber sorglos umgeht, sprich sie öfter mal vergisst, spielt russisches Roulette. Und da reicht auch ein einmaliges Vergessen (oder das Ausscheiden durch Erbrechen oder Durchfall), dass die Schutzwirkung verloren geht.

► Doppelt hält besser:
Besondere Sicherheitsfanatiker kommen schon mal auf die Idee, beim Sex zwei Kondome übereinander zu ziehen. Das ist allerdings nicht nur überflüssig, sondern auch riskant, da die beiden Gummis beim Akt aneinander reiben und so entweder reißen oder abrutschen können. Ein gut sitzendes Präservativ ist also definitiv die schlauere Lösung!

Apropos Kondom, der gute alte Gummi ist nach wie vor eine der sichersten Verhütungsmethoden, da er nicht nur vor ungewollter Schwangerschaft, sondern auch vor etwaigen Geschlechtskrankheiten schützt.


Sechs Verhütungsmythen, die völliger Unsinn sind