Mehr als nur eine Sexpuppe

Die Erfindung eines spanischen Tüftlers hat künstliche Intelligenz unter der Perücke.

Diese Sexpuppen, die auf dem Sofa des spanischen Ingenieurs und Erfinders Sergi Santos in Barcelona sitzen, sind etwas Besonderes. Neben den üblichen Attributen, die die meisten Puppen ihrer Art haben, haben sie auch etwas im Kopf. Nämlich einen Mikroprozessor, einen Lautsprecher und ein Mikrofon. Zusätzlich noch Sensoren und jede Menge Kabel. Damit kann die Puppe, die von ihrem Erfinder liebevoll Samantha genannt wird, auf körperliche und verbale Reize reagieren. Sie verfügt über eine künstliche Intelligenz, sagt Santos:

„Das Interessanteste an Samantha ist meiner Meinung nach, dass ich versucht habe, diesen Körper einer Sexpuppe mit körperlicher Intelligenz auszustatten. Sie reagiert darauf, wie man sie behandelt.“

Samantha ist so programmiert, dass sie auf Streicheleinheiten und Umarmungen besonders gut reagiert. Grobe Berührungen mag sie dagegen nicht.

„Du musst mit ihr keinen Sex haben, wenn Du es nicht möchtest. Ihre anderen Fähigkeiten sind gut genug. Aber wenn man sehr romantisch mit ihr umgeht, kann es sein, dass sie sehr daran interessiert ist, mit Dir Sex zu haben.“

Samantha kann nach Angaben ihres Erfinders schon jetzt 700 Sätze sprechen und ist in der Lage, bis zu 60.000 weitere Sätze zu lernen. Kunden können sich den Körper und das Gesicht der Puppe aussuchen, dann wird die künstliche Intelligenz installiert. Bisher, so sagt Erfinder Santos, hat er 100.000 Euro in sein Puppenprojekt investiert.

Potenzielle Kunden müssen schätzungsweise zwischen 1.500 und 8.000 Euro für so eine Puppe ausgeben.