Komm mal her, du riechst so gut …

Moschusochsen-Paste, Testosteron-Tinkturen, Zedernöl – es gibt Unmengen von Düften, die unsere Libido an- und uns erregen sollen. Dabei überdecken diese Stoffe nur das wichtigste aller Sex-Lockmittel – unseren Schweiß.

Der Name des chemischen Botenstoffs, der Frauen wie Männer willenlos macht, kommt aus dem Griechischen. „Pheromon“ bedeutet so viel wie „Träger von Erregung“. Der Stoff beeinflusst nicht nur unsere Partnerwahl, sondern auch die Intensität beim Sex. Und obwohl das Gemisch selbst geruchlos ist, wird es von unserem Gegenüber durch die Nase wahrgenommen. Die Pheromone befinden sich in unserem Schweiß. Dem natürlichen Körpergeruch, den glücklicherweise kein Deodorant der Welt völlig unterbinden kann. Das Gemisch, das beim Schwitzen aus unseren Poren dringt, kann in der richtigen Zusammensetzung der Schlüssel zur perfekten Liebesnacht werden.

Wer sich körperlich sehr nahe ist und dabei eine ordentliche Nase des unbekannten Geruchs aufnimmt, regt seine Synapsen zur Produktion wildester Fantasien an und hat mehr Spaß im Bett. Denn sobald wir eine angenehme Pheromon-Mischung wahrnehmen, denken wir an Sex. Nehmen Frauen dazu das Testosteron-Abbauprodukt Androsteron im Schweiß des Angebeteten war, verbessert sich ihre Stimmung. Weibliche Pheromone rufen eine Testosteronerhöhung im männlichen Speichel hervor, die zu einer veränderten Einschätzung der Attraktivität der Frau führen kann.

Der Botenstoff übermittelt auch Informationen, die Rückschlüsse auf das Erbgut zulassen. Tatsächlich fühlt man sich von einem Partner mit passenden Duftcocktail stärker angezogen als von einem, dessen Pheromon-Ausschüttung gleiches Erbgut signalisiert. Regelmäßiges Duschen ist trotz der Schweißes-Lust dennoch ein absolutes Muss! Aber vergessen Sie teure Parfüme und Elixiere und verlassen Sie sich bei Ihrem nächsten Date auf Ihren Körper. Der kann Sie ganz ohne Hilfsmittel zum erotischen Leckerbissen machen.

Komm mal her, du riechst so gut …