Hilfe! Wir wollen noch kein Baby

Wenn es um die schönste Kleinigkeit der Welt geht… Viele wollen einfach nur die Lust genießen – ohne das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft. Pille und Kondom sind wahre Klassiker und gelten als sehr sicher. Trotzdem gibt es für Paare immer wieder Gründe, sich nach Alternativen umzusehen.

Viele Frauen entschließen sich etwa nach mehreren Pillen-Jahren, von hormoneller auf mechanische Verhütung umzusteigen. Auch Kondome sind für viele keine Dauerlösung.

Hinweis: Der Pearl-Index am Ende gibt an, wie viele von 100 Frauen schwanger werden, wenn sie ein Jahr lang die jeweilige Verhütungsmethode anwenden.

► Diaphragma:
Gewölbte Latexkappe, die bis zu zwei Stunden vor dem Sex vor der Gebärmutter platziert wird. Wird beim Frauenarzt angepasst, bei korrektem Sitz für Mann und Frau nicht spürbar. Handhabung allerdings nicht immer ganz einfach. Pearl-Index: 4 bis 7, Kosten: 30 Euro.

► Spirale: Winziger, mit Kupfer umwickelter Kunststoffkörper, dessen Wirkung die Spermien langsamer macht. Wird vom Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt, hält bis zu fünf Jahre. Nachteil: kann verrutschen, Menstruation wird oft stärker. Pearl-Index: 0,4 bis 1, Kosten 180 Euro.

► Verhütungs-App: Apps wie „Natural Cycles“ errechnen durch tägliches Eintragen der Körpertemperatur einen Algorithmus vom Zyklus der Anwenderin. Leuchtet ein rotes Licht in der App auf, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft bei ungeschütztem Sex. Pearl-Index: 7, Kosten: ca. sechs Euro im Monat.

► Verhütungsstäbchen: Das drei Zentimeter lange und zwei Millimeter dünne Stäbchen enthält Gestagen. Es wird vom Gynäkologen an der Innenseite des Oberarms unter die Haut geschoben. Empfängnisschutz hält bis zu drei Jahren, gilt sehr sicher. Pearl-Index 0-0,08, Kosten 230 bis 450 Euro.

► Kupferkette: Ähnlich wie die Spirale wird sie vom Frauenarzt in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Laut Hersteller soll sie weniger Nebenwirkungen verursachen und ist auch für junge Frauen und stillende Mütter geeignet, hält bis zu fünf Jahre. Pearl-Index: 0,1 – 0,5, Kosten ca. 250 bis 450 Euro.

► Vasektomie: Sterilisation des Mannes, bei der die Samenleiter durchtrennt werden. Kleiner, ambulanter Eingriff bei örtlicher Betäubung, Dauer ca. 15 Minuten. Kann mit einer mikrochirurgischen OP rückgängig gemacht werden. Kosten ca. 250 Euro, Refertilisierung mehrere Tausend Euro.

► Essure Implantat: Eine neue Art der Sterilisation. Das Einsetzen des Implantates in die Eileiter führt zur dauerhaften Unfruchtbarkeit. Nachteil: Anwenderinnen berichten von Nebenwirkungen (Blutungen, Schmerzen). Kosten: ca. 2000 Euro.

Übrigens: Um einer Geschlechtskrankheit vorzubeugen, ist und bleibt das Kondom der sicherste Schutz!


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