Gegen Langeweile im Bett: Sex mit verbundenen Augen

Lust auf etwas Neues im Bett? Wie wäre es dann mit einem Blind Date? Und zwar mit dem eigenen Partner! Genauer gesagt geht es um Sex mit verbundenen Augen. Der hat es nämlich in sich. Deshalb: Augen zu und durch!

Los geht es mit einem Blindgänger. Das heißt, nur einem Partner werden die Augen verbunden. Bitte nicht mit irgendeinem Kratz-Lumpen, sondern am besten mit einem zarten Seidenschal. Sensorische Deprivation oder Sinnesentzug nennt man das. Und was ist so heiß daran, wenn ein Partner beim Liebesspiel den Durchblick verliert? Wird ein Reiz ausgeschaltet, verstärkt das andere Sinneswahrnehmungen: der Finger, der die Flanke entlangstreicht, die Zunge am Ohr, die Hand zwischen den Schenkeln. Wer nichts sieht, spürt mehr. Und anders. Denn obwohl man weiß, dass es der bekannte Partner ist, der einen berührt, liefert man sich doch einer neuen und fremden Macht aus. Erlebt das Gefühl von Kontrollverlust. Und muss im wahrsten Sinne des Wortes blind vertrauen können.

Besonders heiß wird es, wenn sich beide Partner auf verbundene Augen einlassen. So werden selbst sanfteste Berührungen beim Sex viel intensiver wahrgenommen – erst recht, wenn auditive Reize hinzukommen. Die sollten allerdings nicht von der aufgelegten Kuschelrock-CD kommen, sondern am besten von Ihnen selber. Untermalen Sie Ihre Lust mit sinnlichen Geräuschen und gerne auch mit lasziven Worten. Hören Sie genau hin und lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Augen? Dafür völlig überbewertet!

Das Blind Date kann aber auch therapeutische Wirkung haben. Vor allem für Partner mit Hemmungen. Denn wer nichts sieht, hat auch keinen Grund sich für irgend etwas zu schämen. Und so kann Sex mit verbundenen Augen der Anfang vom Ende sein, dem Ende des Versteckens.

Wer seine Schamgefühle beiseiteräumt und sich dem anderen hingibt, steigert die eigene Erregung. Und dann heißt es garantiert am Ende: Schau mir in die Augen, Kleines.

Gegen Langeweile im Bett: Sex mit verbundenen Augen