Die Magie der Sexsymbolik: Was Männer wirklich heiß macht

Warum ist rote Unterwäsche aufregender als weiße? Wieso denken wir bei Lackleder-Stiefeln gleich an freizügige Liebesspiele und warum glauben wir, dass Liebe in Satin-Bettwäsche erotischer ist als in Baumwoll-Blümchenmuster. Die Magie der Sex-Symbolik.

Man stelle sich folgende Szene vor: Eine Frau trägt nichts außer einem Holzfällerhemd. Nur ein Knopf ist geschlossen, sodass man den Ansatz der Brüste und den Bauchabel sehen kann. Jeder würde zustimmen, wenn man sagt: „Höchst erotisch!“ Und doch würde niemand beim Anblick eines Flanellhemdes im Schaufenster zuerst an Sex denken. Beim Anblick eins roten Spitzenhöschens aber durchaus, selbst wenn es nur sachlich an einem Kleiderbügel hängt. Fakt ist: Es gibt Dinge, die haben das Zeug zum Sexsymbol. Andere hingegen sind vielleicht sexy, aber nicht immer – und schon gar nicht auf den ersten Blick.

Doch warum ist das so? Was hat die Farbe Rot, was die Farbe Grün nicht hat? Warum gilt schwarze Lack- und Lederkleidung als ultraheiß und wieso meinen wir, dass Satin uns zum Sex einlädt?

Manches ist schnell erklärt. Es ist das Außergewöhnliche, dass immer einen Reiz auf Menschen ausübt. Wer schläft schon täglich auf kühlen Satinlaken oder trägt teure Spitzendessous? Welche Frau geht im Alltag auf schwarzen Lackstiefeln spazieren? Weil wir also diese Dinge als selten einordnen, wirken Sie interessant, wertvoll und damit begehrenswert. Auf die Frage in einem Flirt-Chat fragte eine Userin, warum Männer auf glänzende Lackminis oder -Hosen abfahren. Die Antwort: „Das raschelt beim Gehen, und wenn es raschelt, will ich wissen, wo das Geräusch herkommt.“ Eine weitere Erklärung: „Glänzende, enganliegende Kleidung betont die weiblichen Rundungen, das ist eben sexy.“

Was die Farbe Rot angeht, haben die US-Psychologen Andrew Elliot und Daniela Niesta schon vor einigen Jahren herausgefunden: Männer bewerten Frauen als attraktiver, wenn sie rote Kleidung tragen. Es reicht sogar schon, wenn die Bilder, auf denen sie zu sehen sind, mit einem roten Rahmen versehen sind. Auf die Bewertung von Sympathie und Intelligenz habe die Farbe dagegen keinen Einfluss.

Untersuchungsleiter Andrew Elliot vermutet, dass der Sexualtrieb von Männern nach wie vor von primitiven Instinkten gelenkt wird.

Nähern sich zum Beispiel weibliche Schimpansen oder Paviane ihrer fruchtbaren Phase, so signalisieren sie ihre Paarungsbereitschaft über die Rotfärbung bestimmter Körperpartien.

Eine Online-Umfrage des Frauen-Magazins Women‘s Health ergab, dass 94 Prozent der Männer Frauen in High Heels sexy finden.

Die Erklärungen dafür könnten gegensätzlicher nicht sein: Die einen sagen, sie stünden für Autorität, Erhabenheit und Unabhängigkeit. Diese Dominanz fänden die Männer aufregend.

Anderen hingegen vermuten das genaue Gegenteil: Weil eine Frau auf unbequemen Schuhen nicht weglaufen kann, wirkt sie wie eine hilflose Beute. Hier melde sich dann der männliche Beschützerinstinkt.

Es kann aber auch schlicht daran liegen, dass hohe Hacken die Beine optisch verlängern und die Frauen zwingen, gerade zu stehen. Sie nehmen die Schultern nach hinten – und strecken die Brust raus!



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