Die Macken der Männer lassen sich nicht so einfach abstellen

Manchmal liegen zwischen Euphorie und Enttäuschung nur wenige Sekunden. Dann zum Beispiel, wenn der Mann nach dem gigantischen Sex mit multiplem Mega-Orgasmus einfach einschläft, ohne der noch ganz atemlosen Frau an seiner Seite ein „Ich liebe dich“ zuzuflüstern.

Oder dieser abwesende Blick von ihm, der ihr zeigt, dass er mal wieder nicht zuhört. Oder diese Shopping-Totalverweigerung. Oder, oder, oder. Mysterium Mann. Frauen verzweifeln regelmäßig an seinen rätselhaften Verhaltensweisen. Dabei sind sie oft gar nicht so geheimnisvoll, sondern schnell erklärt.

Kein Kuscheln nach dem Sex: Die Erklärung ist denkbar einfach. Er ist müde. Französische Forscher haben herausgefunden, dass das männliche Gehirn nach dem Sex den Bereich ausschaltet, der für das Denken zuständig ist. Zudem werden noch zwei andere Gehirnbereiche runtergefahren, um das sexuelle Verlangen zu deaktivieren. Die Hormone Oxytocin und Serotonin, die durch den Höhepunkt freigesetzt wurden, machen müde.

Keine Lust auf Shoppen: Der Ur-Mann steckt auch heute noch in unseren Männern. Für ihn ist das Einkaufen Jagd. Beute ausmachen, Falle stellen oder Speer werfen, Beute erlegen. Wollen Männer sich zum Beispiel eine Hose kaufen, nehmen sie die erste, die ihnen passt. Basta. Die Evolution ist also schuld daran, dass sie keine Dauershopper, sondern zielgerichtete Sofortkäufer sind. Es liegt einfach (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel) in ihrer Natur.

Keine Meinung: „Schatz, welches Kleid soll ich anziehen?“ Nicht viele Frauen hören von ihrem Partner auf diese Frage eine konkrete Antwort. Und das liegt nicht daran, dass er keine Meinung hat. Er sagt sie nur nicht. Weil er vorsichtig ist. Denn in der Regel ist es ja nicht so, dass die Antwort ihr bei der Entscheidung wirklich hilft, sondern sie nur noch mehr verunsichert. Die Folge: Gegenfragen, Zweifel, irgendwann schlechte Laune und haltlose Vorwürfe („Warum hast du mir nicht schon eher gesagt, dass Rot mich fett macht?!“). Also schweigt er und hofft, dass sie selber erkennt, welches Kleid besser aussieht. Die Chancen stehen ja fifty-fifty.

Nicht zuhören: Sie redet, stellt eine Zwischenfrage und er murmelt: „Was hast du gesagt?“ Wie rücksichtslos, ignorant, gemein? Nicht wirklich. Forscher der Universität Sheffield haben herausgefunden, dass die hohen Frauenstimmen einfach nichts fürs männliche Ohr sind. Sie senden eine größere Bandbreite akustischer Wellen aus und diese können die Männerhirne schlicht nicht so gut decodieren. Dies erfordere eine stärkere Hirnaktivität und damit Konzentration. Nach einer gewissen Zeit führe diese Anstrengung zu Ermüdung und er kann einfach nicht mehr zuhören.


Die Macken der Männer lassen sich nicht so einfach abstellen