Cunnilingus: Das zarte Zünglein an der Waage

Männer lieben Oralverkehr. So viel steht fest. Doch nicht nur Umfragen unter Freundinnen, sondern selbst Studien zeigen: Viele Kerle belassen es beim Genießen, halten es aber nicht für nötig, ihrer Partnerin die gleiche Freude zu bereiten …

Natürlich gibt es sie – Männer, die sich, sobald die Klamotten vom Leib sind, sofort auf Tauchstation begeben und ein orales Feuerwerk entfachen. Aber: Es gibt auch genügend Kerle, die sich strikt weigern. Die Ausreden reichen von „ist mir unangenehm“ über „Angst vor Geschlechtskrankheiten“ bis hin zu Gründen, die so unterhalb jeder Gürtellinie liegen, dass wir sie uns an dieser Stelle ersparen.

Sexualtherapeuten glauben, dass viele Männer einfach nicht wirklich wissen, was sie „dort unten“ genau anstellen sollen. Und: Sie empfinden Oralverkehr oft als nicht wirklich antörnend, weil bei ihr währenddessen augenscheinlich so gar nichts passiert. Und hier kommen die Frauen ins Spiel! Während die meisten Männer ein ziemlich gutes Verhältnis zu ihrem Geschlechtsteil haben, sieht das bei Frauen oft leider ganz anders aus. Und wenn man selbst unsicher über seine Reize ist, bleiben sie leider manchmal unentdeckt.

Sexualtherapeuten glauben, dass viele Männer einfach nicht wirklich wissen, was sie „dort unten“ genau anstellen sollen

Sexualtherapeuten glauben, dass viele Männer einfach nicht wirklich wissen, was sie „dort unten“ genau anstellen sollen (Foto: picture-alliance)

Fest steht: Sex ist der wohl intimste Moment, den Menschen miteinander erleben können. Im Idealfall sollte er wild und zügellos und fernab aller irgendwie implementierten Moralkeulen sein. Warum also nicht alle Ressourcen nutzen? Während der klassische Akt an sich nach dem Prinzip Topf und Deckel funktioniert – und das selbst, wenn absolute Dilettanten am Werk sind – ist Oralverkehr eher die Kür. Denn: Ja, Mann kann sehr viel falsch machen. Frau auch. Aber, das ist ein anderes Thema.

Die Akte Cunnilingus einmal ganz theoretisch: Cunnilingus kommt aus dem Lateinischen – und der Name ist Programm und grobe Betriebsanleitung in einem: Cunnus bedeutet „weibliche Scham“, lingua „Zunge“. Und genau darum geht es. Wie genau die männliche Zunge perfekt zum Einsatz kommt, variiert von Frau zu Frau. Fest steht: Für viele Damen ist Oralverkehr am eigenen Leib der absolute Höhepunkt im Bett. 84 Prozent von ihnen können laut Studien nur so zum Orgasmus kommen. Immerhin gehören Schamlippen und Klitoris zu den sensibelsten erogenen Zonen überhaupt. Wie immer gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Küssen, lecken, saugen, sanftes Beißen. Ein guter Cunnilingus ist die richtige Mischung aus dem richtigen Punkt, der stimuliert wird, der richtigen Intensität und dem richtigen Rhythmus. Stimmen alle Komponenten, wird selbst die Unschuld vom Lande zum wilden Vamp!

Daher Memo an alle mundfaulen Männer: Spätestens dann, wenn ihr merkt, was ein guter Cunnilingus mit und aus der Partnerin macht, werden alle oralen Zweifel verflogen sein!



Cunnilingus: Das zarte Zünglein an der Waage