Welpen-Wunder!

Wenn Ihnen Ihre Hündin Nachwuchs beschert, steht eine spannende und turbulente Zeit ins Haus. Die faszinierenden ersten Wochen der kleinen Hundebabys mitzuerleben, macht viel Freude. Die Aufzucht stellt aber auch eine hohe Belastung und große Verantwortung für den Halter dar.

Auch wenn sich die Hundemama rührend um ihre Zöglinge kümmert, braucht die Tierfamilie dennoch viel Unterstützung.

1. Ein behagliches Nest: Bereits vor der Geburt sollte eine Wurfkiste an einem warmen, zugfreien Ort in der Wohnung aufgebaut werden. In den ersten Wochen muss die Box täglich gesäubert und die Laken gewechselt werden. Die Tiere brauchen Ruhe, sollten aber auch Kontakt zu ihren Menschen haben.

2. Schlafen, trinken, schlafen: „In den ersten zwei Wochen macht die Hundemama fast alles allein“, sagt Hundetrainerin Katja Krauß, die gerade selbst drei bezaubernde Golden Retriever-Welpen großzieht. „Man sollte aber kontrollieren, ob die Kleinen genug Muttermilch bekommen.“

Katja Krauß mit ihren drei flauschigen Wonneproppen Kalea, Dhanyi und Mona

Katja Krauß mit ihren drei flauschigen Wonneproppen Kalea, Dhanyi und Mona

Zur Gewichtskontrolle müssen die Welpen zwei Mal täglich auf die Waage. Sie sollten ihr Körpergewicht pro Woche verdoppeln.

Wichtig: Nach der zweiten Lebenswoche müssen Welpen und Mutter alle zwei Wochen entwurmt werden. Die erste Impfung sollte in der sechsten Woche erfolgen, die zweite zwei Wochen später. Auch das Chippen findet in dieser Phase statt.

3.  Welpen-Menü: Bei größeren Würfen ab acht Welpen wird die Muttermilch oft knapp und der Halter muss bereits ab der zweiten, dritten Woche eine Ersatzmilch (Fachhandel) zufüttern. Bei kleineren Würfen reicht es meist ab der vierten Woche. Ab der fünften Woche kann man sie langsam an feste Nahrung gewöhnen (z.B. in Ziegenmilch schrittweise etwas Welpen-Dosenfutter, Quark und Banane beimischen) Die Mahlzeiten auf fünf Portionen verteilen.

4. Erste Abenteuer: Ab der dritten Lebenswoche gehen die Ohren und Augen auf, aber erst ab der vierten Woche wollen die Kleinen ihre Wurfkiste verlassen. „Jetzt brauchen sie Input“, so die Züchterin, „sie sollten in einem geschützten Bereich spielen, Kontakt mit Menschen haben und behutsam an Umweltreize wie verschiedene Geräusche gewöhnt werden.“ Der Kontakt zu fremden Hunden ist den ersten Wochen tabu. Denn der sogenannte Welpenschutz existiert nur innerhalb des eigenen Rudels!

5. Abschied nehmen: Die Welpen sollten nicht vor der neunten Lebenswoche in ein neues Zuhause ziehen. Kümmern Sie sich rechtzeitig um Werbung für Ihren Wurf (z.B. Inserate in Fachzeitschriften oder im Internet, Aushänge in der Tierarztpraxis). Interessenten sollten Sie ausführlich betrachten und Auskünfte einholen: Haben diese auch ausreichend Zeit, Platz und finanzielle Mittel für Ihren Schützling?

Welpen-Wunder!