Tierheim in Kairo: Die letzte Chance für Streuner

Diese Streuner sind noch mal mit dem Leben davon gekommen. Denn sie haben Zuflucht in diesem Tierheim gefunden. Die Auffangstation für herrenlose Tiere ist einzigartig in ganz Ägypten. Normalerweise werden Streuner hier nämlich erschossen oder vergiftet.

Mona Khalil, Gründerin von ESMA: «The biggest problem we face is with the government represented by the veterinary organisation in the ministry of agriculture and animal welfare, as well as the ministry of interior affairs. For the past 50 to 60 years they have insisted on killing, or poisoning stray dogs. It is very clear that these methods haven’t succeeded in solving the problem of stray animals. Countries that are less wealthy and scientifically advanced, like Egypt, have introduced sterilisation programmes for stray dogs. And the experiments have succeeded. Besides that strychnine poison which is used (in Egypt) to kill the stray dogs is prohibited internationally.»

«Das größte Problem ist die Regierung, besonders die veterinäre Abteilung im Ministerium für Landwirtschaft und Tierschutz sowie das Ministerium für innere Angelegenheiten. In den letzten 50, 60 Jahren hat man nur in die Tötung und Vergiftung der Streuner investiert. Jetzt ist ziemlich klar, dass das Problem mit den streunenden Tieren dadurch nicht gelöst wurde. Weniger reiche Länder, dafür aber genauso wissenschaftlich fortgeschrittene, wie Ägypten, haben Sterilisations-Programme für die Tiere eingerichtet. Und die sind erfolgreich. Abgesehen davon ist das Gift Strychnin, welches man hier benutzt, international verboten.»

Die Tierschutzorganisation ESMA leitet das Tierheim und setzt sich für die Streuner ein. Die Station ist dabei auf freiwillige Helfer und Spenden angewiesen.

Marwa Tharwat, sammelt Spenden: «I started learning about (ESMA) through my vets. I had some incidents with street dogs. And one of them I tried to rescue. They were four puppies. And I went to my vets. And he said just as ESMA is a place they can take care of them. And since then I started like coming on and off because of the distance. I really don’t have the ability to drive all the way. All I try to do is just to work with my neighbourhood and to give some donations.»

«Ich habe über meinen Tierarzt von der ESMA erfahren. Ich hatte einige Vorfälle mit Straßenhunden und einige davon, habe ich versucht zu retten. Ein Mal waren es vier Welpen, die ich zum Tierarzt gebracht habe. Der hat mir dann gesagt ich soll zur ESMA gehen, weil man ihnen dort helfen kann. Seitdem komme ich ab und zu her. Ich wohne leider sehr weit weg. Aber ich versuche in meiner Nachbarschaft, Geld für das Tierheim zu sammeln.»

Jedes neue Tier wird zuerst durchgecheckt und falls nötig medizinisch behandelt. In den beiden Tierheimen der Organisation wurden seit 2007 über 1 200 Tiere betreut. Auf ägyptischen Straßen laufen jedoch noch schätzungsweise 200 000 Streuner herum.