Skurriler Trend: In diesem Reptilien-Park kann man die Tiere auch essen

Was dieses Mädchen hier mit Appetit verspeist stammt nicht vom Huhn. Nein, das Fleisch kommt vom Krokodil.

In diesem Vergnügungspark im thailändischen Chonburi können Touristen die Tiere nicht nur bestaunen, sondern auch essen. Diese Chinesin war neugierig und hat’s versucht: „Ob es den Chinesen schmeckt? Ich denke, dass sie sich erst einmal daran gewöhnen müssen, da bei uns ja eher Huhn, Fisch oder Ente gegessen wird. Ich war einfach nur neugierig.“

China ist einer der Hauptabsatzmärkte für Krokodilprodukte.

Nachdem die Preise für Lederartikel aus Kroko gefallen waren, suchte die Industrie nach neuen Wegen. Hier in der thailändischen Hauptstadt Bangkok werden Kapseln aus getrocknetem Krokodilblut hergestellt. Die Einnahme, so die Annahme, soll das Leben verlängern, meint die Unternehmerin: „Krokodile stehen ja eigentlich an der Spitze der Nahrungskette, sie haben eine hohe Lebenserwartung. Deswegen isst man sie etwa in China gern. In der Vergangenheit war das lediglich ein Volksglaube. Doch heute konsumieren immer mehr Menschen diese Produkte.“

Dass sich die Lebenserwartung des Krokodils durch den Genuss des Fleisches auf den Menschen überträgt, muss bezweifelt werden.

Zurück in der thailändischen Provinz. Noch leben diese Krokodile, aber nicht mehr lange. In der Schlachterei einer Krokodilfarm werden sie gehäutet und dann zerlegt. Ein lukratives Geschäft, weiß der Farmbesitzer: „In der Vergangenheit hatte das Krokodilfleisch praktisch keinen Marktwert. Jetzt hat sich das geändert. Wir hier verdienen allein mit dem Fleisch rund 300.000 US-Dollar im Monat.“

Ein Kilo Kroko kostet derzeit rund 9 US-Dollar, also fast acht Euro.

Heute darf die Farm sogar Fleisch und Haut des gefährdeten siamesischen Süßwasserkrokodils verarbeiten und exportieren. Besonderen Absatz finden thailändische Firmen auch damit in China.