Paarungszeit: Im Frühling erleben Froschweibchen ihr blaues Wunder

Während der Paarungszeit können die männlichen Tiere die Haut durch spektrale Reflexionen bläulich-violett bis intensiv himmelblau erscheinen lassen. Die Funktion der Farbwechsel ist nicht eindeutig erforscht.

In diesem Weiher im mecklenburgischen Salitz ist es bei weitem nicht so ruhig, wie es aussieht. Blaumachen ist angesagt – die Moorfrosch-Männchen sind in der Paarungszeit. Dafür wechseln sie ihre Farbe von klassischem grün-braun auf ein leuchtendes Blau. Und sie rufen nach Weibchen, was die kleinen Quaketaschen hergeben.

Die Frösche versammeln sich im Flachwasser und bilden gemeinsame Rufchöre und Laichgesellschaften – Froschpaarung hat nichts mit Privatsphäre zu tun. Manchmal kommt es in dem Gedränge auch zu einem kleinen Irrtum – der wird aber meist schnell bemerkt.

Klappt es mit der Fortpflanzung, legen die Weibchen Laichballen mit je etwa 500 bis 3000 Eiern. Daraus schlüpfen nach ein bis zwei Wochen dann kleine Kaulquappen.

Das Schauspiel gibt es in Deutschland leider immer seltener zu sehen: Der Moorfrosch ist stark gefährdet, denn er braucht einen Lebensraum, in dem es schön feucht ist. Und die gibt es durch Trockenlegungen immer weniger.