Wahlkampfendspurt in Deutschland

Viele Parteien haben am Samstag noch einmal im ganzen Land um Stimmen der Wähler geworben.

Wahlkampfendspurt in Deutschland. Während in den Parteizentralen in Berlin die Vorbereitungen auf den Wahlabend am Sonntag laufen, waren die Kandidaten noch im Land unterwegs, um um Stimmen zu werben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte in Greifswald vollen Einsatz bei einer Erste-Hilfe-Übung.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz warb in Aachen für sich: „Die nächsten vier Jahre dürfen keine Jahre der Lethargie und des Stillstands werden. Eine Phase der Lethargie und des Stillstands in der Angela Merkel das Land in den letzten Jahren nur noch müde verwaltet. Sie will die Vergangenheit verwalten, ich will die Zukunft gestalten. Deshalb bin ich so froh, dass so viele junge Leute hier sind.“

Auch die kleineren Partei kämpften bis zu letzt um die Gunst der Wähler. Bei der AfD sorgten aktuelle Umfragen für gute Stimmung. Georg Pazderski, Mitglied im AfD-Bundesvorstand: „Gestern gab es eine Umfrage, wo wir bei 13 Prozent stehen. Das würde bedeuten, ja etwa 80 Abgeordnete in den Bundestag reinkriegen würden. Wichtig ist, dass endlich wieder eine Opposition im Bundestag ist, und dass wir endlich auch die Punkte machen können, die wir ständig angeprangert haben, und wo wir ständig gesagt haben, hier muss sich etwas ändern.“

Der Spitzenkandidat der Grünen, Cem Özdemir gab sich hingegen kämpferisch: „Alles ist noch offen, jetzt geht es erst einmal darum, dass die Feinde unserer Verfassung nicht so stark werden, das ist ganz wichtig, darum. Deutschland muss stark regiert werden, das ist klar, aber uns gibt es auch nicht umsonst, uns gibt es nur mit einem klaren Klimaschutz, mit einer pro-europäischen Politik und mit einer Politik, die auf Gerechtigkeit setzt, das ist der Maßstab, wenn es da Bewegung gibt, dann sprechen wir, und wenn da nichts geht, gehen wir erhobenen Hauptes in die Opposition.“

Bei den Liberalen resümierte Christian Lindner: „Es ist genug mit Wahlkampf. Und vor allen Dingen bin ich froh, dass diese vier-jährige Wahlperiode jetzt zu Ende ist. Die Große Koalition hatte eine übergroße Mehrheit im Deutschen Bundestag. Aber welches große Problem wurde in den vergangenen vier Jahren gelöst? Kein Problem wurde gelöst.“

Nun heißt es Abwarten und geduldig sein. Die Wahllokale öffnen am Sonntag um 8 Uhr.