Tipps und Tricks, damit Tierfotos gelingen

Die schönsten Momente mit dem Vierbeiner für die Ewigkeit festhalten. In der Welt von Smartphone und Digitalkamera sollte das möglich sein.

Zumindest theoretisch. Denn statt süßer Häschen oder verspielter Kätzchen schaut dem Betrachter vom Foto oft ein verwackeltes Etwas mit roten Augen entgegen.

Der Grund: Sowohl die Technik als auch die Eigenheiten der Tiere verlangen Hobbyfotografen einiges ab. Viele tierische Models bewegen sich schnell oder unberechenbar, sitzen in schwer zugänglichen Ecken oder kommen gar nur bei ungünstigen Lichtverhältnissen, nämlich nachts, raus! Mit diesen Profi-Tipps gelingen Fotos garantiert.

Tierwissen: Grundsätzlich gilt es, Eigenschaften und Gewohnheiten der Tiere zu beachten. Wer eine Katze ablichten will, sollte sie eher nach dem Füttern, beim Putzen oder Schlafen fotografieren und nicht, wenn sie gerade im Spielmodus ist. Generell sind viele Haustiere nach Schlaf- oder Fressphasen ruhiger und besser aufs Bild zu bannen.

Schärfe: Stativ und Kamera-Bildstabilisator sind hilfreich, wenn man spielende Tiere fotografieren will. Bei vielen Kameras können Verschlusszeiten manuell eingestellt werden. Empfehlenswert: 1/250 bis 1/1000 Sekunde. Bewegt sich das Tier auf die Kamera zu, Serienbildfunktion nutzen und eine Stelle der Strecke scharf stellen.

Augen schärfen: „Oft ist auf Fotos die Nase scharf“, sagt Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband. „Dabei sind die Augen das Wichtigste. Vor allem bei dunklen Tieren, bei denen sich die Augen kaum von der Fellfarbe absetzen.“ Tipp: Autofokus auf kontinuierliche Schärfemessung oder Mitführschärfe einstellen. Sportmodus aktivieren.

In Szene setzen:
„Tiere haben kein Eigeninteresse am Foto“, so Tierfotograf Markus Botzek, „also muss man sie ein wenig austricksen.“ Hilfreich: Spielzeug, Leckerli oder ein Assistent. Grundsätzlich gilt: Ab auf die Knie. Fotos auf Augenhöhe oder aus der Froschperspektive sind meist interessanter als solche von oben. Damit Fell schön glänzt, kann man mit Gegenlicht fotografieren. Für Fotografien in der Dämmerung sind ein lichtstarkes Objektiv, ein Stativ und höhere ISO-Werte vonnöten.

Tipps und Tricks, damit Tierfotos gelingen