Quidditch-WM: Fast wie bei Harry Potter

Nicht nur in Harry Potters Zauberwelt Hogwarts wird Quidditch gespielt – der Sport ist längst auch im echten Leben angekommen. In Frankfurt am Main fand am Wochenende die dritte Quidditch-Weltmeisterschaft statt.

Vertreter von 21 Nationen mit insgesamt rund 350 Spielern kämpfen hier um den Titel. Mit dabei natürlich auch die Gastgeber. Sprecherin der deutschen Quidditch-Nationalmannschaft ist Juliane Schillinger.

„Quidditch ist ein wahnsinnig vielschichtiges Spiel und dadurch zieht es einfach ganz verschiedene Sportler an und eben ganz viele Leute, die erst einmal mit Sport nicht so viel am Hut haben, aber eben durch die Faszination Harry Potter vielleicht mit hereinkommen und einfach mal etwas Neues ausprobieren wollen.“

Geflogen wird in Frankfurt allerdings nicht. Die fliegenden Besen sind beim irdischen Quidditch einfache Stöcke, die beim Spiel zwischen den Beinen stecken. Die sonstigen Regeln sind aber ähnlich wie in Hogwarts. Die Mannschaften müssen Bälle durch verschiedene Ringe werfen, um Punkte zu erzielen. Auf beiden Seiten stehen drei Ringe, es sind mehrere Bälle im Spiel. Und auch den „goldenen Schnatz“ gibt es – wenn auch etwas anders als bei Harry Potter.

„Der Schnatz ist im Original in Harry Potter ist ein kleiner Ball, der durch die Gegend fliegt, das geht natürlich im echten Leben ein bisschen schwer, dewegen haben wir eine Person, die ist komplett in Gelb gekleidet, hat hinten an der Hose eine Socke mit einem Tennisball, inzwischen ist der mit Klettverschluss festgemacht, und die Sucher müssen diese Socke einfach abziehen, das beendet das Spiel und gibt nochmals dreißig Punkte. Klingt erst einmal einfach, ist aber ein bisschen tricky, dadurch, dass die Schnatze in der Regel sehr agil sind oder sehr schnell sind, oder eben wahnsinnig kräftig, und sich die Leute mit den Händen vom Hals halten können.“

Für Neulinge sind die vielen Regeln am Anfang vielleicht noch kompliziert, aber der Sport kommt immer besser an. Hunderte Fans beobachten die Spiele in Frankfurt. Das deutsche Team beendet das Turnier auf Platz 9, Quidditch-Weltmeister wird zum ersten Mal Australien.

Video-Source: Reuters
Fotos: picture-alliance