Grosse Freude über kleinen Elefantenbullen

Es ist bereits das dritte Elefantenkalb, das in diesem Jahr im Kölner Zoo geboren wurde. Kitai kam in der Nacht zum Donnerstag zur Welt, offenbar ist er gesund.

Mit einem Schubser von Mutter Tong Koon, kommt der kleine Elefantenbulle dann doch auf die noch wackeligen Beine. Kitai, was dem Kölner Zoo zufolge so viel wie „Hoffnungsvoller Herrscher“ heißt, ist dort in der Nacht zum Donnerstag geboren worden. Eine Überraschung, da erwartet worden war, dass erst das Jungtier einer anderen, trächtigen Elefantenkuh das Licht der Welt erblicken würde.

Zoodirektor Theo Pagel zufolge geht es Kitai dem Augenschein nach gut.

O-Ton: „Sonst hätten wir uns auch nicht getraut, sie gleich am ersten Tag rauszulassen. Wir haben das Jungtier schon trinken sehen. Es ist ein relativ kleiner Bulle. Wir schätzen, dass er so um die 80 Kilo hat, gewogen haben wir ihn noch nicht. Relativ klein, aber alle Jungtiere von Tong Koon waren bis jetzt relativ klein. Und jetzt hat er viele, viele Jahrzehnte, die er wachsen kann.“

Bei einer Art Trinkversuch war der noch zarte Vertreter der Asiatischen Elefanten jedenfalls zu beobachten. Elefantenkälber werden etwa zwei Jahre lang gestillt, reichlich Zeit für Mutter und Kind, um sich gut einzuspielen. Kitai ist bereits der dritte Dickhäuter-Nachwuchs in diesem Jahr im Kölner Zoo, worüber der sich entsprechend freut. Als Erfolgsgeheimnis gibt Direktor Pagel an, gute Zuchtbullen sowie viele fruchtbare Kühe zu haben. Und:

O-Ton: „Vor allem die Tierpfleger, die hier ein sehr inniges Verhältnis zu den Tieren haben, auch wenn wir im geschützten Kontakt arbeiten, die aber sehr genau wissen, wann wir was tun müssen. Und wir machen ja auch Hormonanalysen sehr regelmäßig. Das heißt, wir wissen, wann die Bullen zu den Kühen müssen, und wir machen das hier sehr gezielt, werden aber mit Sicherheit jetzt erst mal eine kleine Pause einlegen. Denn wir sind jetzt bei 16 angelangt, demnächst 17, da sind wir erst mal voll.“

Grund genug, sich erst einmal ausgiebig am Anblick des kleinen Kitai zu erfreuen.