Elefanten in Kronberg: Geschmackserlebnis Weihnachtsbaum

Die letzte Bestimmung unverkaufter Christbäume, das Elefantengehege. Zumindest hier, im Opel-Zoo im Taunus. Als eine Art verspätetes Weihnachtsgeschenk für die Dickhäuter könnte man die nadelige Gabe sehen. Allerdings ist diese eigenwillige Delikatesse nur kurz der kulinarische Renner, wie der stellvertretende Zoodirektor Martin Becker am Mittwoch klarstellte.

O-Ton: „Mögen – das ist so, das ist ja relativ. Das ist nach dem Frischgras, wenn es nichts mehr gibt, kriegen die nur noch trockenes Heu, und dann kommen am 24.12. diese nicht verkauften Weihnachtsbäume und da stürzen die sich drauf. Das Dumme ist nur, die sind so harzig und so bitter, und nach drei Tagen haben die nicht mehr wirklich Lust da drauf, und das sieht man jetzt auch, dann gehen die nicht mehr richtig dran, aber, also, Lieblingsspeise wird es nicht.“

Dabei sei die nadelige Konsistenz der riesen Leckerlis, die auch gerne mal ganz und gar im Elefantenbauch verschwinden können, kein Problem.

O-Ton: „Die fressen ja auch Dornengestrüpp in Afrika und bei uns essen die auch Schwarzdorn oder Weißdorn. Das heißt, die Nadeln machen denen gar nichts aus, das sind auch nicht die einzigen Tiere, die dornig fressen, das stört die mal gerade gar nicht.“

Sei’s drum, zeitweise schienen die glatten Möhren unter den Rüssel-Tieren wesentlich gefragter zu sein, derweil sich die Ziegen nebenan ganz unzickig über das Christbaum-Grün hermachten.