Der Wolf ist zurück, jetzt sollen bundesweit seine Daten gesammelt werden

Von allen Säugetieren hatte der Wolf (Canis lupus) ursprünglich das weltweit größte Verbreitungsgebiet. Er besiedelte fast die gesamte Nordhemisphäre bis zum 15. Breitengrad in Nordamerika und nach Südindien. In weiten Teilen Mittel- und Westeuropas war der Wolf zwischenzeitlich ausgerottet, erst nach dem Mauerfall kam er aus dem Osten Europas zurück.

Auch in Deutschland sind die Wölfe wieder heimisch geworden – immer mehr Tiere streifen durch die Wälder, die meisten in Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Die Zahl der Rudel in den Bundesländern nimmt inzwischen kontinuierlich zu. Nach aktuellen Zahlen des Lupus-Instituts für Wolfsmonitoring und -forschung für 2014/15 wurden bundesweit 31 Rudel sowie 8 Wolfspaare registriert.

Trotzdem ist der Wolf immer noch vom Aussterben bedroht. Deshalb ist er streng geschützt und darf nicht gejagt werden. Nach Angaben des World Wide Fund for Nature (WWF) leben mehr als 10 .000 Wölfe in Europa – Russland nicht mitgerechnet.

Fünfzehn Jahre nach der Rückkehr des Wolfs in Deutschland startet das Bundesumweltministerium jetzt mit dem Aufbau eines Beratungszentrums für die zuständigen Landesbehörden. Es soll zudem auch bundesweit Daten zum Wolf sammeln und aufbereiten. Zuständig ist ein Konsortium unter Führung der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung.

Ist der Wolf auch in deiner Nähe? www.wwf.de/wolf-verbreitung

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