Anti-Atomwaffenorganisation ICAN erhält Friedensnobelpreis

Das Komitee würdige den Einsatz der Organisation für ein Nichtverbreitungsabkommen von Atomwaffen.

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen ICAN. Das verkündete das norwegischen Nobelpreiskomitees am Freitag in Oslo. Die Organisation habe die Aufmerksamkeit auf die schrecklichen Konsequenzen gelenkt, die jeder Atomwaffeneinsatz mit sich bringt. Außerdem habe sie die Grundlage für Nichtverbreitungsabkommen gelegt, sagte die Vorsitzende des Komitees Berit Reiss-Andersen in der Begründung.

ICAN wurde 2007 in Wien gegründet. Die Graswurzelbewegung ist inzwischen in mehr als 100 Ländern aktiv und setzt sich für eine Welt ohne Atomwaffen ein. Die Sprecherin von ICAN, Beatrice Fihn, sagte in einer ersten Stellungnahme, die Auszeichnung sei eine große Ehre.