Sorge im Berliner Zoo: Hat Pandamädchen Meng Meng eine Angststörung?

Große Sorge um Panda-Weibchen Meng Meng (4). Zweieinhalb Wochen nach ihrer Ankunft im Zoo Berlin ist eine deutliche Verhaltensauffälligkeit zu beobachten: In ihrem Glaspavillon bewegt sie sich vorwiegend rückwärts. Was ist los mit Meng Meng?

Während Panda-Männchen Jiao Qing (6) sich in seinem Gehege auf das Bambus-Sofa fläzt und genüsslich an Sprossen knabbert, scheint Meng Meng von innerer Unruhe getrieben. Eine Tatze führt sie hinter die andere und läuft – mit dem Hinterteil vorweg – Schritt für Schritt rückwärts. Auf den immer gleichen Wegen an der Besucher-Glasfront entlang.
Zoo spricht mit chinesischen Experten

Handelt es sich dabei um Hospitalismus, einer schweren psychische Störung, die bei Tieren in Gefangenschaft auftreten kann? Diese ist zu erkennen an motorischer Unruhe und sich wiederholenden, stereotypen Verhaltens- und Bewegungsmustern.

„Unseren Pflegern ist das auch aufgefallen“, sagt Zoo-Sprecherin Philine Hachmeister. „Wir versuchen gerade mit den chinesischen Experten herauszufinden, was genau sich dahinter verbirgt und woran das liegt.“

Peter Höffken (45), Zoo-Referent bei der Tierschutzorganisation Peta, sagt: „Vermutlich leidet Meng Meng an einer Angststörung.“ Wenn ein Angstzustand zu lange andauere, könne er sich verfestigen. „Sicherlich gibt es einen Auslöser dafür, der lange Transport, das neue Gehege, die vielen Besucher… Vielleicht fühlt sie sich in ihrem Gehege derart unwohl, dass sich das durch häufiges Zurückweichen ausdrückt.“