Krawall-Nacht in Berlin: Zahlreiche Autos brannten nach Linken-Demo in Friedrichshain

Schon um 23.30 Uhr ging es los: Da wurde die Feuerwehr in die Oderbruchstraße nach Lichtenberg gerufen. Hier stand ein Kleintransporter in Flammen.

Nichtmal zwei Stunden später brannten in der Kleinen Kurstraße (Mitte) ein älterer Mercedes und – direkt um die Ecke – ein Volkswagen. Außerdem war die Scheibe einer Glasfassade eingeschmissen worden.

Ein vor einem Haus stehender dubioser Reifensatz – aus dem die Kripo letztendlich eine brennbare Flüssigkeit entfernte – sollte wohl auch in Flammen aufgehen. Anscheinend hatten sich die Brandstifter eine Straßenschlacht-Szenerie ausgemalt.

Brennende Fahrzeuge in Friedrichshain und Neukölln

Direkt darauf ging ein weiterer Kleinwagen auf einem Parkplatz am Platz der Vereinten Nationen (Friedrichshain) in Flammen auf und am Neuköllner Weichselplatz wurden auf einer abgesperrten Baustelle mehrere geparkte Bagger angezündet.

Fünf brennende Autos in Steglitz

Die danach eintretende Ruhepause für Feuerwehr und Polizei wehrte nicht lange. Kurz nach drei Uhr der nächste Alarm: In der Robert-Lück-Straße in Steglitz wurden gleich fünf Autos unabhängig voneinander angezündet.

Bereits bei der Demo in Friedrichshain am Samstagabend war die Stimmung extrem aufgeheizt: Bei der Demo von rund 2000 Linken waren Böller, Flaschen und Pflastersteine auf die Polizei geworfen worden. Mehrere Polizisten und Demonstranten wurden verletzt. Zudem ist es zu zahlreichen Verhaftungen gekommen.