Elefanten-Dame Maja geht in der Havel baden

Wer hätte das gedacht: Auch Elefanten-Damen lieben lauwarme Badewannen-Temperatur. Maja (40) ist es am Montagmorgen noch ein wenig zu kalt um richtig loszuschwimmen. Die Havel ist eben nicht der Ganges. Ein kurzes Planschen an der Badestelle in Hennigsdorf reicht ihr völlig aus. Anschließend schubbert sich Maja ausgiebig an dem ein oder anderen Baum und schon ist die Morgen-Toilette vollendet.

Der Dickhäuter ist derzeit die Attraktion im beschaulichen Hennigsdorf. Jeden Vormittag macht Zirkus-Direktor Hardy Scholl (52) vier Stunden lang mit Maja einen Spaziergang. „Die Anwohner kennen sie schon, schenken ihr Äpfel oder Möhren“, sagt er.

Mit sechs Jahren lernte Elefanten-Dame Maja schwimmen

Derzeit gastiert der Cirkus Busch auf dem Festplatz an der Ruppiner Straße. Die indische Elefanten-Dame ist Mitglied der Artisten-Familie. Hardy Scholl betreut sie seit 37 Jahren.

„In der Manege macht sie eigentlich nicht viel“, sagt er. Viel interessanter ist es, Maja bei den Spaziergängen zu begleiten. Da zeigt sie, was wirklich in ihr steckt. Spielt sogar Fußball mit kleinen Kindern. „Für den Bootsverleih hat sie sogar schon die Kanus ins Wasser getragen. Sie ist eben ein echter indischer Arbeitselefant“, sagt er.

Wie hat Maja schwimmen gelernt? „Da war sie sechs Jahre alt. Sie konnte es einfach“, sagt der Zirkus-Direktor. „Aber wieso so ein schweres Tier nicht untergeht, kann ich auch nicht erklären.“ Übrigens: Ins Wasser geht Maja gerne, aber nicht darüber. Über die nahe Holzbrücke will sie partout nicht gehen.