Berlin Friedrichshain: Bomben-Alarm in der M10 in der Warschauer Strasse

Wegen eines verdächtigen Gegenstandes ist der komplette Verkehr an der Warschauer Straße in Berlin-Friedrichshain unterbrochen worden. In der Straßenbahn M10 standen am Montag an der Endhaltestelle „verdächtige Metallkisten”, wie die Polizei mitteilte. Die Kriminalpolizei schickte ihre Bombenentschärfer, die die Kisten genauer untersuchten. „Wir nehmen die Lage ernst“, so eine Polizeisprecherin zur B.Z.

Inzwischen ist auch der Entschärfer-Roboter „Theo“ an der Tram. Um kurz vor 16 Uhr wurden die verdächtigen Kisten in der M10 dann mit Wasserdruck geöffnet. Die Entschärfer schauen sich nun den Inhalt an. Inzwischen gab die Polizei Entwarnung: Es waren nur Werkzeug in den Kisten.

Die Kisten waren zuvor geröntgt worden. Dabei wurden verdächtige Kabel entdeckt. Beim Öffnen stellte sich aber heraus, dass die zu einer Lötstation gehören.

Die Polizei sperrte den gesamten Bereich ab. Auf der Warschauer Straße durften zwischen dem Spreeufer und der Revaler Straße am RAW-Gelände keine Autos mehr fahren. Auch einige Häuser wurden evakuiert.

Nach der Entwarnung wurde zumindest die Sperrung der Stralauer Straße aufgehoben. Die Warschauer Straße bleibt aber weiterhin gesperrt.

Bewohner und dort arbeitende Menschen mussten die Räume verlassen. Die S-Bahnen der Linien S5, S7, S75 hielten nicht an der Warschauer Straße, wie die Bundespolizei mitteilte.

Auch der Straßenbahnverkehr war beeinträchtigt. Der Verkehr der U1 zwischen Schlesischem Tor und Warschauer Straße wurde ebenfalls eingestellt. Die Buslinien 248 und 347 fahren nur eingeschränkt.

Zuletzt kam es auch wegen der Terrorangst immer wieder zu größeren Absperrungen wegen vergessener Koffer oder Kisten. Die Polizei geht in solchen Fällen auf Nummer sicher und schickt ihre Sprengstoffexperten, um die Fälle zu klären.

mit dpa